Kirche der hl. Anna mit Schindelturm mitten im Dřevěné městečko, dahinter ein Beskidenkamm

Ehrenfriedhof • Dřevěné městečko • Valašské muzeum

Valašský Slavín und die Kirche der hl. Anna

Eine Holzkirche, bei der jene für immer ruhen, die die Mährische Walachei berühmt gemacht haben.

Ein Grab, das Sie sich verdienen müssen

Der Valašský Slavín ist ein Ehrenfriedhof mitten im Dřevěné městečko, einem Teil des Valašské muzeum v přírodě. Eine Fachkommission empfiehlt, wer hier bestattet werden darf. Der Direktor des Museums entscheidet darüber.

In den 1960er-Jahren stand hier nur eine Ausstellung alter Grabsteine. Ab 1969 wurde daraus eine Grabstätte für Schriftsteller, Maler, Wissenschaftler und Sportler, die die Mährische Walachei berühmt gemacht haben. Die Gräber umgeben die Kirche der hl. Anna, das Wahrzeichen des ganzen Städtchens.

Grabstein von Emil Zátopek aus Sandstein mit dem Relief eines Läufers, daneben die Tafel von Dana Zátopková
Der Grabstein von Emil Zátopek mit dem Relief eines Läufers; daneben die Tafel von Dana Zátopková.

Warum hierher

Berühmte Namen zwischen Blockhäusern

Zátopek, Raška, die Geschwister Jaroněk – ihre Gräber liegen direkt an der Rundgangsroute des Dřevěné městečko. Sie haben die Mährische Walachei in Tschechien und weltweit bekannt gemacht.

Nicht verpassen

Die Kirche der hl. Anna

Eine Holzkirche mit untypischer blauer Ausmalung mitten auf dem Friedhof – das Wahrzeichen, um das sich der Slavín ausbreitet.

Wann aufbrechen

Annenwallfahrt Ende Juli

Eine Prozession in Volkstrachten von der Allerheiligenkirche und ein Wallfahrtsfest zum Festtag der heiligen Anna, der Patronin der Mährischen Walachei, direkt bei der Kirche der hl. Anna.

360° pohled po Valašském Slavíně - cesta kolem kostela mezi náhrobky360°
Steinerne Figur einer trauernden Frau mit Schleier über dem Kopf und einer Hand auf der Brust
Geschnitzte Holzfigur einer Frau mit einem Blumenstrauß in den Händen, dahinter das Schindeldach der Umfassungsmauer
Metallfigur eines Engels mit grüner Patina, an eine Steinsäule gelehnt, die Hand weist nach oben

Die Geschichte des Valašský Slavín

Von der Grabsteinsammlung zum Ehrenfriedhof

01 – Der Wandel

Eine Ausstellung, aus der eine Grabstätte wurde

In den 1960er-Jahren stand hier eine Schau historischer Grabsteine und gusseiserner Kreuze. Aufmerksamkeit erregten vor allem die Steinplatten der fojti (Erbrichter) und der mährisch-walachischen portáši am Umgang der Kirche. Der Truppe widmet sich die eigene Seite Gräber der portáši.

1969 wurde aus der Ausstellung eine Grabstätte: ein Ort des Gedenkens an Schriftsteller, Maler, Volkskundler, Komponisten, Wissenschaftler und Sportler, die aus der Mährischen Walachei stammten oder hier wirkten. Hier gibt es sowohl tatsächliche als auch symbolische Gräber.

Formell wurde die Grabstätte ein Jahr später eingerichtet, 1970. Die Namen und Taten aller, an die hier erinnert wird, hält das Museum auch im Gedenkbuch Kniha paměti kraje fest.

Alte steinerne Grabplatten mit barocker Kartusche und geschmiedete Kreuze entlang des Kirchenumgangs
Steinplatten mit Kartuschen und geschmiedete Kreuze liegen bis heute entlang des Kirchenumgangs.

02 – Wer entscheidet

Rada starších

Für die Beisetzung und den Eintrag in das Gedenkbuch Kniha paměti kraje gibt es zwei getrennte Vorschläge. Über beide entscheidet der Direktor des Museums nach demselben Verfahren: auf Empfehlung der Fachkommission Rada starších, des Ältestenrats.

Die Rada starších setzt sich aus Menschen unterschiedlicher Berufe mit tiefer Kenntnis der Geschichte, Traditionen, Kultur und gesellschaftlichen Verhältnisse der Mährischen Walachei zusammen. Den Betrieb der Grabstätte regelt ein eigenes Statut der Einrichtung.

Geschnitztes Holzkreuz mit der Tafel „Sourozenci Bohumír, Alois a Julie Jaroňkovi, zakladatelé Valašského muzea v přírodě“

Namen

Wen Sie hier finden

  • Gründer des Museums

    Bohumír, Alois und Julie Jaroněk

    Die Aufschrift auf ihrem geschnitzten Kreuz erinnert an sie als Geschwister, die das Museum durchsetzten und 1925 gründeten. Ihre Geschichte erzählt die Jaroněk-Villa, Wohnhaus und Werkstatt ganz in der Nähe.

  • Leichtathletik

    Emil Zátopek

    Läufer, vierfacher Olympiasieger: Gold in London 1948, vier Jahre später in Helsinki gleich drei weitere. Gebürtig aus Kopřivnice.

  • Leichtathletik

    Dana Zátopková

    Speerwerferin, Olympiasiegerin von Helsinki 1952. Ehefrau von Emil Zátopek, sie fand 2020 auf dem Slavín ihre letzte Ruhe.

  • Skispringen

    Jiří Raška

    Skispringer aus Frenštát pod Radhoštěm, Olympiasieger von Grenoble 1968.

  • Leichtathletik

    Ludvík Daněk

    Diskuswerfer, Olympiasieger von Mexiko-Stadt 1968.

  • Folklore

    Jarmila Šuláková

    Sängerin, die als Königin der mährisch-walachischen Folklore galt.

  • Musik

    Jan Nepomuk Polášek

    Komponist und Sammler von Volksliedern (1873–1956), mit Leoš Janáček sammelte er über 4.000 mährisch-walachische Lieder.

  • Bildende Kunst

    Karel Hofman

    Akademischer Maler (1906–1998), Schüler von Otakar Nejedlý. Ein Leben lang malte er die mährisch-walachische Landschaft.

Eine Auswahl – auf dem Slavín gibt es tatsächliche und symbolische Gräber. Den vollständigen Überblick hält das Museum im Gedenkbuch Kniha paměti kraje fest.

Seitenwand der Kirche der hl. Anna mit dem Turm darüber, am Fuß des Baus stehen alte Grabsteine
Die Grabsteine stehen dicht an der Kirchenwand – der Friedhof berührt den Bau unmittelbar.
Die Kirche, um die der Slavín liegt

Die Kirche der hl. Anna aus Větřkovice

Das Wahrzeichen des Dřevěné městečko ist eine freie Kopie der einschiffigen Kirche aus Větřkovice bei Příbor. Sie wurde zwischen 1939 und 1941 errichtet und 1945 geweiht. Der hölzerne Bau, kein Blockbau, hat einen mächtigen Turm und eine gemauerte Sakristei an der Nordseite; Grabsteine umgeben ihn von allen Seiten.

Erbaut
1939–1941, geweiht 1945
Vorbild
Kirche aus Větřkovice bei Příbor
Innen
blaue Ausmalung, zwei Altäre
Luftbild der Kirche der hl. Anna zwischen den Bäumen des Dřevěné městečko, dahinter ein Beskidenkamm
Fassade der Kirche der hl. Anna mit mächtigem Schindelturm, davor ein Kreuz mit dem Gekreuzigten
Kirche der hl. Anna von der Seite – Turm, Schindeldach und offener Umgang entlang des SchiffsGiebel und Turm der Kirche von unten, Bretterverschalung und Schindeln gegen den HimmelKreuz mit dem Gekreuzigten unter einem geschmiedeten Bogen, dahinter der Schindelturm der Kirche der hl. Anna

Blaue Ausmalung und zwei Altäre

Im Inneren überrascht die untypische blaue Ausmalung. Hier stehen zwei Altäre, der Hauptaltar mit dem Bild der heiligen Anna und ein Seitenaltar mit dem Bild des heiligen Wenzel. Die Ausstellung zeigt, wie die Kirche einer kleinen Handwerkerstadt am Ende des 19. Jahrhunderts ausgestattet war.

360° pohled do lodi kostela sv. Anny s modře malovaným kazetovým stropem360°
Chorraum der Kirche mit dem Hauptaltar, an den Seiten hängende Bilder und Heiligenfiguren
Blick durch das Kirchenschiff zum Hauptaltar, blau bemalte Säulen und Kassettendecke
Blick durch das Schiff zum Altar; Säulen und Kassettendecke sind blau bemalt.
Hölzernes Taufbecken mit geschnitztem Deckel, daneben eine Osterkerze mit der Jahreszahl 2026
Hölzernes Taufbecken mit geschnitztem Deckel und eine Osterkerze mit der Jahreszahl 2026.
Seitenaltar der Kirche mit dem Bild des heiligen Wenzel zu Pferde, daneben eine hölzerne Kanzel
Seitenaltar mit dem Bild des heiligen Wenzel zu Pferde, daneben die Kanzel.
Na závěr

Doplňující info a test znalostí

Rychlá rekapitulace

Was ist der Valašský Slavín?

Ein Ehrenfriedhof um die Kirche der hl. Anna im Dřevěné městečko, auf dem seit 1969 Persönlichkeiten bestattet werden, die sich um die Mährische Walachei verdient gemacht haben – Schriftsteller, Wissenschaftler, Sportler und die Gründer des Museums selbst.

Wer entscheidet, wer hier bestattet werden darf?

Der Direktor des Valašské muzeum v přírodě, auf Empfehlung der Fachkommission Rada starších.

Kostet der Eintritt zum Slavín extra?

Nein. Er liegt direkt auf der Rundgangsroute des Dřevěné městečko, dessen Ticket auch hier gilt.

Welche Kirche diente als Vorbild für den Bau im Dřevěné městečko?

Die Kirche im Dřevěné městečko ist eine freie Kopie der einschiffigen Kirche aus Větřkovice bei Příbor, errichtet 1939–1941 und geweiht 1945. Im Inneren hat sie eine untypische blaue Ausmalung und zwei Altäre.

Wer alles liegt auf dem Slavín?

Unter anderem der Läufer Emil Zátopek, die Speerwerferin Dana Zátopková, der Skispringer Jiří Raška, der Diskuswerfer Ludvík Daněk, die Sängerin Jarmila Šuláková und die Gründer des Museums, die Geschwister Jaroněk.

Závěrečný kvíz

Otázka 1 z 3

Was war der Valašský Slavín in den 1960er-Jahren, bevor er zur Grabstätte wurde?

RysíkRysík→

Ein Stück weiter oben ist ein Quiz, probieren wir es?

Nach ein paar Quiz bekomme ich eine Brille und fühle mich gebildet.

Quiz probieren

Ihr Rang: Neuling. Sie haben noch keinen Stempel. Besuchen Sie einen beliebigen Ort und werden Sie zum Pilger.

Die Beskiden und die Mährische Walachei erleben Sie mit Rysík und ohne ihn. Rysík möchte dabei sein. Ob Sie ihn mitnehmen und mit ihm die Aufgaben angehen, bleibt Ihnen überlassen.

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