Nach 1620 herrschte in Ostmähren keine Ruhe: walachische Aufstände, Einfälle von ungarischer Seite, Raubzüge in den Bergen. Reguläres Militär kommt in einem Gelände, in dem sich auch eine ganze Bande verliert, nicht zurecht. Helfen können nur Leute, die die Berge ebenso gut kennen wie die Räuber, die sie fangen sollen.
Mit einem ReskriptAnordnendes Dokument des Herrschers - der Kaiser erteilte damit ohne Zustimmung des Landtags einen unmittelbaren Befehl an die Behörden. Mit diesem befahl er dem Landeshauptmann, eine Wache anzuwerben. vom 31. März 1638 befahl Kaiser Ferdinand III. dem mährischen Landeshauptmann, hundert Walachen anzuwerben und dabei sorgfältig die Zuverlässigen von den Unzuverlässigen zu unterscheiden. Aus ihnen entstand die Truppe der „treuen Walachen“. Etwa ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts nannte man sie portáši.
Den Namen haben sie vom lateinischen porta, Tor: Sie bewachten die Bergpässe, die als Tore ins Land und aus ihm hinaus dienten. Zunächst wurde das Korps nur nach Bedarf einberufen, vor allem in den Jahren der türkischen und der Kuruzeneinfälle. Im Jahr 1717 wurde daraus ein ständiges Sicherheitskorps mit einem lajtnantlajtnant - Leutnant, seit 1717 der höchste Rang des Korps der portáši. Unter ihm standen ein Feldwebel, ein jüngerer Feldwebel und fünf Korporale. an der Spitze.