Luftaufnahme aus der Nähe vom Glockenturm Soláň - gestuftes Schindeldach mit Kreuz, am Eingang eine Terrasse mit Besuchern

Sattel unter dem Soláň • Vsetínské vrchy • 803 m ü. M.

Čarták

Der Sattel, in dem die portáši die Wege bewachten und Maler ihren Olymp fanden.

Ein Sattel dreier Geschichten

Den Namen gab dem Sattel die čarda - die Wachstube der portáši an einem alten Handelsweg. Heute treffen sich hier unter dem Soláň die Geschichte eines Einkehrgasthofs und ein Glockenturm mit Galerie. Den Kamm schmücken hölzerne Skulpturen.

Den Berg über dem Sattel nennt man den walachischen Olymp - den Namen verschafften ihm die Maler, die hier saßen.

Der Glockenturm Soláň auf einer grasbewachsenen Anhöhe im Sattel Čarták, ringsum eine Wiese mit Wegen und im Hintergrund bewaldete Kämme
Der Sattel Čarták aus der Luft: der Glockenturm Soláň auf einer grasbewachsenen Anhöhe, ringsum eine Wiese mit Wegen und im Hintergrund bewaldete Kämme.

Warum hierher

Kunst mitten in den Bergen

Ein Glockenturm mit Galerie und Infozentrum, hölzerne Skulpturen verstreut am Kamm entlang und Aussichten auf die Javorníky und die Mährisch-Schlesischen Beskiden.

Was Sie nicht auslassen sollten

Die Skulpturen in der Landschaft und die Ausstellung im Glockenturm

Zwischen dem Glockenturm und dem einstigen Gasthaus steht die Skulptur Návrat ztracených ovcí - und über dreißig weitere Skulpturen treffen Sie am Kamm entlang. Im Inneren des Glockenturms gibt es eine Dauerausstellung walachischer Künstler und einen Ausstellungssaal.

Wann kommen

Jederzeit - der Lehrpfad ist leicht

Der Lehrpfad über den Kamm misst etwa 5 km und ist auch mit dem Kinderwagen begehbar. Der Sattel ist dem Wind ausgesetzt, auch im Sommer lohnt sich eine Schicht mehr.

Čarták - Von oben360°
Detail einer Holzskulptur einer in eine Kapuze gehüllten Gestalt, im Hintergrund zwischen den Bäumen eine zweite Skulptur
Der Glockenturm Soláň vom Fuß des Hangs, daneben eine Holzskulptur auf dem Rasen
Dunkle Holzskulptur in Geigenform auf einer Wiese, ringsum ein Steinweg
Galerie v přírodě

Fünfunddreißig Skulpturen am Kamm des Soláň

Auf etwa fünf Kilometern hat der Lehrpfad zehn Stationen und an jeder eine Geschichte, erzählt in walachischer Mundart. Unterwegs öffnen sich Aussichten auf beide Seiten des Kamms, und die Route ist auch mit dem Kinderwagen begehbar.

Länge des Lehrpfads
5 km
Stationen mit Geschichten
10
Skulpturen in der Landschaft
35
Eine Gruppe hölzerner Skulpturen und ein sechseckiger Rahmen auf einer Wiese, im Hintergrund Bäume
Hölzerne Skulptur einer in ein Tuch gehüllten Gestalt, im Hintergrund Bäume
Eine in ein Tuch gehüllte Gestalt.
Dunkle Holzskulptur einer Gestalt mit einem Tier auf den Schultern dicht am Glockenturm
Die Skulptur mit einem Tier auf den Schultern steht dicht am Glockenturm.
Skulptur eines bärtigen Mannes mit Spitzhut und aufgeschlagenem Buch, im Hintergrund der Turm des Glockenturms
Ein bärtiger Mann mit Spitzhut und aufgeschlagenem Buch.
Helle Holzskulptur einer Frau mit einem Blumenstrauß in den Händen an einem Schindelbau
Eine Frau mit Blumenstrauß am Schindelbau.
Detail einer Holzskulptur einer Frau in der Galerie v přírodě beim Čarták
Die Skulptur einer Frau im Detail.
Holzskulptur eines Mannes mit Hut und langem Mantel auf einer Bergwiese beim Čarták
Ein Mann mit Hut und langem Mantel.

Die Skulpturen entstanden bei Bildhauersymposien am Glockenturm und zeigen Gestalten aus walachischen Geschichten und Sagen.

Die Geschichte des Čarták

Von der Wachstube der portáši über ein Gasthaus voller Bilder bis zum Glockenturm, der einen sechzig Jahre alten Traum erfüllte.

Die portáši

Eine Wachstube an der Wegkreuzung

Durch den Sattel führte ein alter Handelsweg aus Ungarn nach Mähren. Seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts stand hier eine hölzerne Wachstube - eine čarda - und in ihr hielten die portáši Wache, die walachische Landwache, die die Grenze, die Wege und die Ordnung in den Bergen schützte.

Die Wachstube gab dem Ort den Namen: Aus der čarda wurde der Čarták. Der Name ging auf das Gasthaus, den Sattel und die Bushaltestelle über.

Das Gasthaus auf dem Čarták

Ein Nachtquartier, das zum walachischen Olymp wurde

Über den Weg durch den Sattel zogen Kaufleute und Fuhrleute - sie hatten hier weder eine Übernachtung noch Futter für die Pferde. 1832 gründete deshalb die Gräfin Kinsky hier den ersten Einkehrgasthof - er brannte dreimal ab und wurde jedes Mal wieder aufgebaut.

Berühmtheit erlangte der Gasthof unter der Familie Vašut, die ihn 1884 übernahm. Zu den Stammgästen gehörten auch Maler wie Jan Kobzáň, František Podešva oder Karel Hofman - sie begannen, den Berg Soláň den walachischen Olymp zu nennen. Für das Nachtlager zahlten sie dem Wirt mit Bildern statt mit Geld, und so entstand auf dem Čarták die erste Galerie.

Heute steht an der Stelle des alten Gasthauses ein Berghotel.

Fassade des Berghotels im Sattel Čarták aus der Luft, ringsum Wiesen und hohe Bäume
An der Stelle des einstigen Einkehrgasthofs steht heute ein Berghotel.

Der Glockenturm Soláň

Ein Traum, der sechzig Jahre reifte

Mit dem Gedanken, auf dem Soláň eine hölzerne Kapelle mit Glockenturm zu bauen, kam schon in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts der Maler František Podešva. Es dauerte über sechzig Jahre, bis er sich erfüllte: Am 18. November 2006 eröffnete das Sdružení pro rozvoj Soláně den Glockenturm nach dem Entwurf des Architekten Jiří Kotásek. Er knüpft an die Tradition der walachischen Glockentürme an, birgt im Inneren aber etwas anderes.

Im Glockenturm gibt es ein Infozentrum, eine Dauerausstellung walachischer Künstler und einen Ausstellungssaal. Eröffnet wurde er mit dem ersten Jahrgang des Valašský salón - jener Ausstellungstradition, mit der einst gerade Podešva kam.

Grundsteinlegung
5. 5. 2006
feierliche Eröffnung
18. 11. 2006
Baukosten
6,5 Mio. CZK
Der Glockenturm Soláň mit einer Holzskulptur auf der steinernen Anhöhe vor dem Eingang
Der Glockenturm Soláň - Infozentrum und Galerie in einem.

Zeitleiste

Portáši, Maler, Bildhauer

Von der Wachstube der portáši bis zur Galerie in der Landschaft. Acht Stationen in drei Jahrhunderten.

  1. 18. Jahrhundert

    Die čarda der portáši

    An der Kreuzung der Handelswege steht eine Wachstube, in der die portáši Wache halten. Nach ihr beginnt man den Ort Čarták zu nennen.

  2. 1832

    Der erste Einkehrgasthof

    Den Gasthof im Sattel gründet die Gräfin Kinsky. Später brennt das Gasthaus dreimal ab - und wird jedes Mal wieder aufgebaut.

  3. 1884

    Die Vašuts aus Karlovice

    Im Gasthaus lassen sich die Brüder Vašut nieder. In Karlovice beginnt man sie „die Čartáker“ zu nennen.

  4. 1888

    Jura Vašut kauft den Čarták

    Er kauft das Gasthaus von der Herrschaft der Kinskys. In seiner Ära wird der Čarták zu einer berühmten Station für Wanderer und Maler.

  5. 1941

    Jindřiška erbt den Čarták

    Das Gasthaus übernimmt Vašuts jüngste Tochter. Nach zwanzig Jahren verkauft sie es, danach wechseln die Besitzer.

  6. 1940er-Jahre

    Podešvas Vision

    Der Maler František Podešva schlägt vor, auf dem Soláň eine hölzerne Kapelle mit Glockenturm zu bauen - eine Stätte der Kunst und der Information.

  7. 2006

    Der Glockenturm wird eröffnet

    Grundstein am 5. Mai, feierliche Eröffnung am 18. November. Podešvas Vision erfüllt sich nach sechzig Jahren.

  8. 2008–2010

    Galerie v přírodě

    Bildhauersymposien am Glockenturm und ein Lehrpfad über den Kamm: In der Landschaft des Soláň wachsen 35 hölzerne Skulpturen.

Na závěr

Doplňující info a test znalostí

Rychlá rekapitulace

Woher stammt der Name Čarták?

Von der čarda - der hölzernen Wachstube, die hier seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts am alten Handelsweg aus Ungarn nach Mähren stand. Wache hielten in ihr die portáši, die walachische Landwache.

Wer gründete im Sattel das erste Gasthaus und wann?

Den Einkehrgasthof gründete hier 1832 die Gräfin Kinsky. 1888 kaufte ihn Jura Vašut von der Herrschaft, unter dem der Čarták bei Wanderern und Malern berühmt wurde.

Warum nennt man den Soláň den walachischen Olymp?

Wegen der Maler wie Jan Kobzáň oder František Podešva, die hierher kamen und dem Berg diesen Beinamen verschafften. Sie malten hier und zahlten dem Wirt Vašut mit Bildern statt mit Geld.

Was ist im Inneren des Glockenturms auf dem Soláň?

Ein Infozentrum, eine Dauerausstellung walachischer Künstler und ein Ausstellungssaal. Der Glockenturm wurde am 18. November 2006 eröffnet - den Gedanken, ihn hier zu bauen, hatte schon in den 1940er-Jahren der Maler František Podešva.

Wie viele Skulpturen und Stationen hat der Lehrpfad Galerie v přírodě?

Auf fünf Kilometern Lehrpfad gibt es zehn Stationen und insgesamt fünfunddreißig hölzerne Skulpturen. Sie entstanden bei Bildhauersymposien am Glockenturm und zeigen Gestalten aus walachischen Geschichten.

Závěrečný kvíz

Otázka 1 z 6

Woher kommt dieser eigenartige Name?

RysíkRysík→

Ein Stück weiter oben ist ein Quiz, probieren wir es?

Nach ein paar Quiz bekomme ich eine Brille und fühle mich gebildet.

Quiz probieren

Ihr Rang: Neuling. Sie haben noch keinen Stempel. Besuchen Sie einen beliebigen Ort und werden Sie zum Pilger.

Die Beskiden und die Mährische Walachei erleben Sie mit Rysík und ohne ihn. Rysík möchte dabei sein. Ob Sie ihn mitnehmen und mit ihm die Aufgaben angehen, bleibt Ihnen überlassen.

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