Makov

Eine Gemeinde ohne einen einzigen Dorfplatz – zusammengesetzt aus Bergsiedlungen auf den Kopanice, die sich 1895 vereinigten.

Höhenlage
633 m ü. M.
Einwohner
rund 1.650
Orte des Webs in der Gemeinde
7
Grenze
Übergang Bumbálka
Ausflüge

Ausgewählte Ausflüge von Makov

Routen über Makov
Geschichte der Gemeinde

Eine Gemeinde an der Grenze, entstanden aus dem Zusammenschluss von sieben Dörfern

1720–1895

Siedlungen auf den Kopanice, aus denen eine Gemeinde wurde

An der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert begann sich in den Bergen über dem Tal der Kysuca die Siedlung Vysoká – Makov zu bilden; erstmals belegt ist sie zum Jahr 1720. Die Besiedlung verlief nach Kopanice-Art: Familien rodeten sich ein Stück Hang, bauten darauf ein Haus und wirtschafteten ringsum. So entstanden verstreute Siedlungen.

Die Gemeinde, wie wir sie heute kennen, ist das Ergebnis einer Verwaltungsentscheidung: 1895 konstituierte sich Makov durch den Zusammenschluss von Teilen sieben Dörfer. Bis heute besteht es aus vier Ortsteilen – Potok, Čierne, Kopanice und Trojačka – und aus verstreuten Bergsiedlungen wie der Osada Greguše mit ihrem Glockenturm.

Ihren Namen trägt die Gemeinde nach der Gemeindechronik vom makovec – so hieß der höchste Gipfel des Kysucer Gebiets, auf dem die Siedler wirtschafteten.

Osada Greguše
Kopanice-Siedlung über Makov. Osada Greguše →

Die Grenze

Bumbálka: eine Linie, die man ohne Halt überschreitet

Durch das Tal führt der Weg zum Sattel Bumbálka – dem Grenzübergang, der die Gemeinde mit der tschechischen Seite der Beskiden verbindet. Der Übergang als solcher verschwand mit dem Beitritt zum Schengen-Raum 2007.

Die Grenze folgt dann dem Hauptkamm der Javorníky fast bis zum Veľký Javorník – etwa einen halben Kilometer vor dem Gipfel weicht sie von ihm ab, sodass der höchste Berg des Gebirges ganz auf der slowakischen Seite bleibt.

Lange davor patrouillierten hier die portáši – Grenzwächter, die über den Kamm gingen. Ihre Wege heißen bis heute portášské chodníčky. An sie erinnern der Sattel Kasárne und die Seite der Gräber der portáši auf tschechischer Seite.

Im September 1944 schlug sich hier auch die 1. tschechoslowakische Partisanenbrigade Jan Žižka über die Grenze nach Mähren durch – knapp zwei Kilometer von der Bumbálka erinnert daran bis heute das Denkmal Partisan.

Siedlung Kasárne
Der Kamm über Makov, über den die Wachen gingen. Siedlung Kasárne →

Wasser

Der Fluss, der der Landschaft den Namen gab, beginnt hier

Über der Siedlung U Jaši, im Naturreservat Hričovec, tritt die Kysuca aus – der Fluss, nach dem die ganze Landschaft heißt.

Makov liegt damit auf der Wasserscheide: ein paar Kilometer von hier, auf der anderen Seite des Kamms, entspringt die Bečva und zieht in die Gegenrichtung – in die March.

Quelle der Kysuca
Der Austritt der Kysuca unter dem Schindeldach. Quelle der Kysuca →