Fast die ganzen Beskiden sind heute von Fichten bedeckt – allerdings von forstwirtschaftlich angebauten Fichten in ordentlich gepflanzten Reihen. Der naturnahe Bergfichtenwald, der hier von selbst wächst, hielt sich von jeher nur auf den drei höchsten Gipfeln – auf der Lysá hora, dem Smrk und der Kněhyně. In den mittleren Lagen überwiegen Buche und Tanne.
Auf dem Gipfel der Kněhyně liegt eine der drei letzten Inseln naturnahen Fichtenwalds. An den steilen Hängen darunter wachsen Fichten-Tannen-Buchenwälder, den flachen Gipfel selbst bedecken jedoch krüppelige Ebereschen-FichtenwälderLichter, vom Wind niedergedrückter Bergwald, in dem die Fichte von der Eberesche begleitet wird. Er wächst auf den höchsten Rücken, wohin der gewöhnliche Wald nicht mehr will.. Die Hauptbaumart im Gipfelbereich ist die Gemeine Fichte – und zwar eine Fichte mit erhaltener ursprünglicher Population eines seltenen Berg-Ökotyps, also ein Baum, der hier seit Jahrtausenden wächst.
Eine Seltenheit ist auch das, was unter den Bäumen und zwischen den Steinen wächst: In den Gipfellagen überdauern der Strauch Felsen-Johannisbeere und die Alpen-Johannisbeere, und in den exponierten Schutthalden eine ganze Reihe von Bergkräutern. Auf der Kněhyně wird nicht eine Art geschützt – geschützt wird das ganze Gefüge eines Walds, wie er sich anderswo nicht erhalten hat.