Die Beskiden bestehen aus FlyschWechsellagerung harter Sandsteine und weicher Tonsteine, abgelagert auf dem Grund des Kreidemeers und später zu Bergen aufgeschoben. – Schichten harten Godula-Sandsteins, durchsetzt von weichen Tonsteinen. Die Tonsteine wirken als Gleitflächen: Die Sandsteinblöcke rutschen auf ihnen langsam den Hang hinab, und der Kamm lockert sich auf.
Wo das Massiv aufreißt, bleiben Klüfte, aus denen eine Spaltenhöhle entsteht. Eine solche ist auch die Cyrilka: ein Netz von Rissen in drei Stockwerken, verbunden durch enge Passagen. Manche Gänge sind kaum ein paar Dutzend Zentimeter hoch, andere bis zu acht Meter, stellenweise verengen sie sich zu schmalen Spalten. Darin unterscheiden sich die Beskidenhöhlen von den Karsthöhlen: Ihre Gänge folgen senkrechten Klüften im Sandstein – die Wände sind fast eben. Gerade deshalb vermuteten die Menschen darin seit jeher eher Menschenwerk als ein Werk der Natur.
Von solchen Rissen ist der Radhošť-Kamm voll – seit jeher heißen sie Radhošťské ďůry, die Radhošť-Löcher. Höhlenforscher zählten hier gegen dreißig.